ÔBAXÉ_MUSIC - pure sound

WAS IST MASTERING?

 

Was macht Mastering (und: Was macht es NICHT?) 

 

Hören Sie selbst anhand von einem Beispiel wie das Mastering den Sound verändert.

Um die Unterschiede im Sound wirklich beurteilen zu können ist es von Vorteil die Hörbeispiele auf einer Musikanlage mit Lautsprecherboxen zu hören (nicht am Laptop oder mit kleinen Computerboxen). Wenn Sie keine guten Lautsprecher zur Verfügung haben können Sie auch Kopfhörer verwenden.

Hier hören Sie ein "gemischtes Stück" - d.h. der "Mix" (EQ, Panorama, Lautstärkebalance, Hall usw.) wurde schon gemacht:

 

Mix

 

Hier hören Sie dasselbe Stück nach dem Mastering-Prozess. Bitte passen Sie die Lautstärke beim Hören an, um sich ein neutrales Bild machen zu können (das gemasterte Stück ist lauter als der Mix), denn  höhere Lautstärke wirkt an sich fast immer "besser":

 

 

Master

  

Sie werden sofort bemerkt haben dass das gemasterte Stück anders klingt. Es ist lauter, es wirkt "voller", "näher", "räumlicher" etc.

 

Was wird also beim Mastering verändert?

 

Beim Mastering bearbeitet man die "Summe", also den Mix, der sich im Normalfall auf 2 Spuren befindet (= Stereo, also links & rechts).

Es geht hier also weniger um Details (wie z.B. einzelne Instrumente)

sondern um das Gesamtbild.

 

- Die Gesamtlautstärke wird erhöht

- Der Gesamtklang wird noch einmal (wenn nötig) verfeinert (EQ)

- Das Panorama wird evtl. verbreitert (dadurch entsteht eine stärkere

  "Räumlichkeit") oder  aber auch enger gemacht

  (dann wirkt die Musik "kompakter")

- Das dynamische Spektrum (mit anderen Worten der

  Lautstäekrunterschied der leisen Töne zu den lauten Tönen)

  wird evtl. etwas verkleinert - die lautesten 

  Signale werden also etwas leiser und dadurch kann man die

  Gesamtlautstärke anheben (das nennt man "Compressing") -

  auch das lässt die Musik "kompakter" erscheinen. Manchmal (wenn der

  Mix bereits zu sehr komprimiert wurde und dadurch langweilig klingt)

  macht man aber auch das Gegenteil - man "dekomprimiert", d.h. man

  versucht die Lautstärkespitzen lauter und die leisen Töne dadurch in  

  Relation leiser zu machen -man verstärkt also wieder

  die natürliche Dynamik der Musik.

 

Die meisten Musiker und vor allem Produzenten wünschen sich vom Mastering in einem Satz ausgedrückt:

Dass die Musik noch viel cooler, lauter, durchschlagender wird und neben anderer Musik mindestens gleichwertig erscheint - das wird in erster Linie (das erscheint zwar dumm zu sein weil es ja Lautstärkeregler gibt - aber Psychoakustik funktioniert genau so) an der Lautstärke gemessen. 

Damit stellt sich die Frage:

 

Was kann Mastering nicht?

 

- Mastering macht die Musik NICHT dynamischer als sie gespielt wurde

  (Dynamik besteht nicht ausschliesslich aus Lautstärkeunterschieden

  sondern zeigt sich ebenso in der klanglichen Veränderung eines

  Instruments/der Stimme > wir hören das zwar nicht  bewusst aber unser 

  Hörzentrum im Gehirn entschlüsselt diese Information

  als "lauter" und "leiser").

  Es kann also nur versuchen die Dynamik zu unterstützen.

- Mastering bringt NICHT die gesamte Band gleichwertig "nach vorne" -

  weil das schlicht und einfach nicht möglich ist (wie auch in der Realität, es 

  gibt immer Teile/Instrumente in der Musik die "leiser" und welche die

  "lauter" erscheinen - und das macht Musik ja auch aus)

- Mastering macht den Klang der Instrumente NICHT besser als er in

  Wirklichkeit ist bzw. als er aufgenommen wurde, es kann nur versuchen

  einen angenehmen, präzisen und konturenreichen

  Gesamtsound zu zeichnen.
- Mastering kann die Lautstärke NICHT unbegrenzt erhöhen ohne dass das 

  den Sound definitiv schlechter macht - hierfür gibt es in der Musikindustrie

  und im Sound von Radiostationen genug Beispiele.